++ Breaking News ++ Drogenlabor in Omas Vorgarten ++

Ja OK ich gebe es zu, die Überschrift erinnert doch sehr an die eines Boulevardblattes während des trockensten Sommerlochs und ist auch nicht so ganz ernst gemeint.

ABER obwohl ich die Überschrift mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht formuliert habe, steckt natürlich doch ein ernst gemeinter Artikel dahinter.

Ich möchte heute ein wenig über das Thema „Bio Drogen“ erzählen und wenn ich mir eine Zielgruppe aussuchen dürfte, dann wären es Eltern pubertierender, experimentierfreudiger Teenager. Und natürlich auch die Jugendlichen selbst sind eingeladen den Artikel zu lesen, denn die Einnahme von Bio Drogen kann tödlich enden und ist so ziemlich die schlechteste Mutprobe die es gibt.

Bio Drogen werden Pflanzen oder auch Tiere genannt, deren Verzehr eine bewusstseinsverändernde Wirkung hat. Hierbei handelt es sich aber um ganz normale Pflanzen, welche in der Regel nicht auf der BtM Liste stehen und auch nicht unbedingt beim Drogenhändler um die Ecke zu kaufen sind. Man findet sie in Wald und Feld und manchmal eben auch in Omas Vorgarten (womit ich die Kurve zu meiner reißerischen Überschrift wieder bekommen habe J ).

Diese Substanzen haben zwar in der Regel gar kein bis wenig Abhängigkeitspotential, was man als die gute Nachricht dabei betrachten kann. Die Wirkung jedoch ist so unberechenbar, dass es häufig zu schwersten Vergiftungen bis hin zu Todesfällen kommen kann.

Hinzu kommt, dass diese „Drogen“ eben oft von jugendlichen, unerfahrenen und neugierigen Menschen konsumiert werden, die wenig Erfahrung in der Dosierung haben.

Starten wir in Omas Vorgarten und schauen uns gleich eine der beliebtesten Pflanzen an, die

Engelstrompete

Engelstrompete

Konsumiert werden die Blätter der Engelstrompete zumeist als Tee. Circa zwei bis drei Blätter reichen aus, um Halluzinationen zu erzeugen!

Möglich ist es auch die Blätter zu rauchen, wobei sie hier vorab getrocknet werden müssen. Hierdurch wird die Wirkung ein wenig abgemildert.

Wirkung: Der Konsument verfällt in einen Zustand von Halluzinationen. Dieser ist jedoch völlig unberechenbar, sowohl was die Dauer als auch die Intensivität angeht. Der Rausch kann einige Stunden oder auch zwei bis drei Tage andauern. Man kann keine verlässliche Dosierung herstellen oder zum Beispiel anhand des Körpergewichtes ableiten.

Aufgrund der massiven körperlichen und psychischen Auswirkungen, berichten Konsumenten meistens von einem sehr unangenehmen Rausch. Die Auswirkungen dessen sind oft noch Tage danach zu spüren. Deutlich vergrößerte Pupillen halten beispielsweise über mehrere Tage an.

Die größte Gefahr bei Engelstrompeten (und auch bei allen nachfolgenden Pflanzen) ist die Dosierung, beziehungsweise die Zeit bis zum Rauscheintritt.

Da es bis zum Eintritt des Rausches zwischen 30 und 120 Minuten dauern kann, gehen viele Konsumenten davon aus, dass die Pflanze nur eine sehr geringe Wirkung hat und legen entsprechend nach. Dies kann allerdings ein tödlicher Fehler sein, denn es ist wie gesagt nicht genau abzumessen wann der Rausch eintritt. Ein nachlegen führt dann zu einer Überdosis. Diese ist je nach Menge und Pflanze extrem Gefährlich und kann zumindest schlimme Langzeitschäden hervorrufen, leider kommt es dabei auch zu Todesfällen.

Stechapfel

Stechapfel

Zwar wurde der Stechapfel über Jahrhunderte als Heilkraut verwendet, von einer Nutzung als Rauschmittel ist aber unbedingt abzuraten. Die Wirkung des Stechapfels ist ähnlich der der Engelstrompete jedoch noch weit unberechenbarer.

Zum einen schwankt die Konzentration des Wirkstoffes von Samen zu Samen extrem. Was bei einem Samen noch eine eher ungefährliche Dosierung ist, kann bei nächsten bereits eine tödliche Überdosis sein.

Zum andere tritt die Wirkung wesentlich verzögerter ein als bei der Engelstrompete, dann aber umso heftiger und länger andauernd. Nicht selten dauert der halluzinogene Rausch um die 36 Stunden an und kann nicht unterbrochen werden.

Die Einnahme wirkt sich negativ auf das Sprach- und Sehvermögen aus. Es kommt außerdem zu Schluckbeschwerden und Mundtrockenheit Im Extremfall kann eine Lähmung der Atemwege eintreten.

Tollkirsche

Tollkirsche

Die Tollkirsche wird gepresst, deren Saft getrunken. Möglich ist es auch, diese als Tee aufzukochen.

Zwar ist die Wirkung der Tollkirsche geringer als die der Engelstrompete oder die des Stechapfels, dies gilt aber nicht für die Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen sind:

  • Störung des Gleichgewichtes
  • Störung des Sprach- und Sehvermögens
  • Hautirritationen
  • Schlimmstenfalls Lähmung der Atemwege.

Fliegenpilze

Fliegenpilz

Jeder kennt sie – jeder lernt bereits in der Grundschule, dass die Dinger giftig sind, konsumiert werden sie leider trotzdem.

„Giftig“ ist auch gleich das richtige Stichwort, denn was der Konsument erleidet ist nichts anderes als eine Lebensmittelvergiftung / Pilzvergiftung die eben eine berauschende Nebenwirkung hat.

Auch hier tritt die Wirkung sehr Zeitverzögert ein, so dass die Gefahr einer Überdosierung gegeben ist. Der Rausch dauet bis zu sechs Stunden an und ist in der Hochphase vergleichbar mit dem eines LSD Trips. Nach der Hochphase verfällt der Konsument in einen Dämmerschlaf.

Der Körper gerät in einen fiebrigen Zustand mit erhöhter Temperatur und Übelkeit. Eine Überdosierung hat zur Folge, dass der Konsument in ein Delirium verfallen kann, welches mehrere Tage anhält.

Psylos / Psychoaktive Pilze

Psylos

Wachsen in heimischen Wäldern und auf Wiesen in einem schattigen feuchten Lebensraum. Zu finden meistens auf Kuhweiden unter Kuhfladen.

Wenn also jemand die typischen Szenenamen wie: „Magic Mushrooms“, „Zauberpilze“, Psilos“ usw. nicht abschreckend genug findet, der möge sich doch bitte einfach vor Augenhalten, dass die „Zauberpilze“ unter einem dicken fetten Haufen Kacke gewachsen sind. Vielleicht hält dies ja vom Konsum ab.

Ok, mich selbst hat auch dies nicht abgehalten, allerdings habe ich nach nur einer Anwendung so dermaßen viel gekotzt, dass das Thema dann für alle Zeiten erledigt war.

Man kann diese Pilze auch in sogenannten Headshops oder über das Internet beziehen. Hier werden sie als „Duftkissen“ verkauft mit dem Hinweis, dass sie zum Verkehr nicht geeignet sind.

Wer allerdings mal an diesem „Duftkissen“ gerochen hat, wird schnell erkennen, dass es nix weiter als ein Etikettenschwindel ist.

Auch diese Pilze haben eine berauschende Wirkung und rufen Halluzinationen hervor, welche mit einem LSD Trip vergleichbar sind.

Aga Kröte

Aga Kröte

Zum Abschluss meines Artikels noch etwas exotisches, die Aga Kröte. Eine Riesenkröte, deren Lebensraum sich zwar nicht bei uns in Mitteleuropa befindet. Wie immer kann man über die entsprechenden Beziehungen oder einfach auch über das Internet dieses possierliche Kerlchen erwerben und als Rauschmittel missbrauchen.

Zum Glück für die Kröte, muss man diese nicht komplett verspeisen. Benötigt wird lediglich ein Sekret, welches die Kröte über die Haut absondert und eigentlich zur Verteidigung dient.

Hierzu werden die Drüsen der Kröte gedrückt, das Sekret auf einer Glasscheibe aufgefangen, getrocknet und mit Tabak vermisch geraucht.

Wer den frischen Saft direkt vom Erzeuger ableckt, erhält als „Belohnung“ seinen Rauschzustand schon in weniger als einer Minute.

Wem es die Sache wert ist, der darf sich dann mit folgenden Wirkungen und vor allem Nebenwirkungen auseinandersetzen:

  • Vegetative Erregung, schnell einsetzend
  • Gesichtsrötung
  • erweiterte Pupillen
  • Kopfschmerzen
  • Eingeschränkte Auffassung
  • Einschränkung der Kritikfähigkeit
  • Euphorie
  • zwanghafte Motorik
  • psychotische Zustände sind möglich
  • Verwirrtheit
  • Herzrhythmusstörungen sind möglich
  • Schwindelgefühl
  • Erhöhung von Blutdruck und Puls
  • Anregung der Atmung
  • Zentralnervöse Erregungen
  • Optische Halluzinationen
  • echte Halluzinationen unter Realitätsverlust
  • Selbstüberschätzung

Das waren jetzt nur einige Higlights aus dem Bereich Bio Drogen. Es gibt noch weitere wie zum Beispiel die Muskatnuss, Blauer Lotus, Kath und viele weitere mehr.

Die Wirkung ähnelt bei den meisten  –  die Nebenwirkungen leider auch!

Engeltrompeten und Co gehören in Omas Garten, denn sie sind schön anzusehen. Und dabei sollte man es auch belassen wenn man an seiner Gesundheit hängt.

Und allen experimentierfreudigen Jugendlichen die dies vielleicht lesen:

Hört nicht auf die Idioten, die Euch herausfordern Euch dadurch zu beweisen, dass ihr solch einen Scheiß mitmacht! Das Leben ist viel zu schön um es durch so einen Mist zu gefährden!!!

Ein Kommentar zu „++ Breaking News ++ Drogenlabor in Omas Vorgarten ++

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s